Lodenmantelrennen: Ein Zelt voller Stimmen
Am 3. Oktober ging es für mich mit Die Letzte Band der Welt zum Lodenmantelrennen nach Klein Ammensleben.
Gespielt wurde im Festzelt. Und ich hatte vorher ehrlich gesagt keine Ahnung, was uns dort musikalisch erwarten würde.
Das sollte sich ziemlich schnell ändern.
Wir hatten wieder einmal alles dabei, was irgendwie Spaß macht. Irish Folk, deutscher Schlager, die Toten Hosen, die Ärzte und natürlich ein paar Lieder, bei denen wahrscheinlich niemand so genau weiß, in welche Schublade man sie eigentlich stecken soll.
Muss man zum Glück auch nicht.
Was mich wirklich überrascht hat, war das Publikum. Es wurde nicht nur hier und da mal eine bekannte Zeile mitgesungen. Im Zelt wurde richtig mitgesungen. Und zwar erstaunlich oft und erstaunlich laut.
Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet.
Irgendwann merkt man auf der Bühne ziemlich deutlich, ob die Leute einfach nur vor einem sitzen oder ob sie wirklich dabei sind. In Klein Ammensleben waren sie definitiv dabei.
Heidi hat am Cajon wieder alles gegeben und Jens spielte sich wie gewohnt einmal quer durch den Abend. Besonders bei „Am Fenster“ von City.
Ich bleibe dabei: Jens spielt das besser als das Original.
Wer anderer Meinung ist, darf das natürlich gern sein. Man kann schließlich nicht immer recht haben.
Mein persönlicher Gänsehautmoment kam dann ganz zum Schluss.
Als Zugabe spielten wir „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten. Und spätestens als das ganze Zelt laut mitgesungen hat, war dieser Abend für mich endgültig etwas Besonderes.
Solche Momente kann man vorher nicht planen. Man spielt die ersten Akkorde, plötzlich singen überall Menschen mit und für ein paar Minuten passt einfach alles zusammen.
Genau dafür mache ich Musik.
Lodenmantelrennen in Klein Ammensleben. Ein Festzelt, jede Menge unterschiedliche Musik und deutlich mehr textsichere Menschen, als ich erwartet hatte.
War ziemlich geil.