Straßenfest-Karl Liebknecht Straße

Punkschlager vom feinsten, Wald und WiesenbandPhoto von: grely.photography

Bei mir in der Straße war Straßenfest. Nicht irgendein offizieller Hochglanzkram mit Hüpfburg und Würstchenbon, sondern ganz privat organisiert und mit ordentlich Eigeninitiative.

Flyer besorgt, Bier organisiert und ein paar Leute zusammengetrommelt, die wissen, wie man Krach macht.

Ich konnte die Wald und Wiesenband und die Letzte Band der Welt davon überzeugen, die große Bose Anlage rauszukramen und Schlagzeug, Geige und Bass anzuschleppen. Meine verzerrte E-Gitarre kam noch dazu und schon war klar, dass das kein stiller Abend wird.

Es war laut. Es war voll. Es wurde getanzt, mitgesungen und es gab Punkschlager vom Feinsten.

Für mich war das Ganze besonders geil, weil ich die E-Gitarre diesmal mitten auf der Straße auspacken konnte. Singen, Rhythmus spielen, Solos rausfeuern und dabei nicht komplett den Faden verlieren, ist jedes Mal wieder eine kleine sportliche Herausforderung. Wenn es dann funktioniert, macht es dafür umso mehr Spaß.

Ein echtes Highlight war für mich, dass mein Kumpel Jens Henneberg von der Letzten Band der Welt mit mir auf der Bühne stand. Zusammen mit Geige, Schlagzeug, Bass und meiner verzerrten E-Gitarre ist da ein ziemlich eigener Sound entstanden. Genau diese Mischung hat für mich den Abend besonders gemacht.

Natürlich steckt hinter so einem Fest mehr Arbeit, als man beim Bier in der Hand später noch sehen will. Viele Leute haben organisiert, geschleppt, aufgebaut, abgebaut und mit angepackt. Gerade Auf und Abbau waren ziemlich nervig.

Aber scheiß drauf. Es hat sich gelohnt.

Die Leute hatten Spaß, das Feedback war richtig gut und die Straße hatte für einen Abend ihren ganz eigenen Soundtrack.

Deshalb ist eigentlich schon klar: Nächstes Jahr machen wir den ganzen Wahnsinn wieder.

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